Das Wichtigste in Kürze
- Kein Widerrufsrecht: Für Hotelbuchungen mit festem Datum gibt es kein 14-tägiges Widerrufsrecht – auch nicht online (§ 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB).
- Was zählt, sind die Stornobedingungen deiner Buchung: „kostenlos stornierbar bis …“ oder „nicht erstattbar“.
- Nicht angereist? Dann musst du grundsätzlich trotzdem zahlen. Das Hotel muss aber abziehen, was es spart oder durch eine Neuvermietung einnimmt (§ 537 BGB).
Vor dem Buchen: 4 Dinge prüfen
- Stornofrist: Bis wann ist die Stornierung kostenlos? Datum notieren oder in den Kalender eintragen.
- „Nicht erstattbar“-Tarife: sind oft billiger – lohnen sich aber nur, wenn deine Reise sicher ist.
- Gesamtpreis: Sind Frühstück, Steuern und Gebühren enthalten? Kommt vor Ort noch etwas dazu, etwa eine Kurtaxe oder ein Parkplatz?
- Bestätigung aufheben: Buchungsbestätigung mit Stornobedingungen als PDF oder Screenshot speichern.
Tipp: Musst du stornieren, dann schriftlich und vor Ablauf der Frist – am besten über das Buchungsportal oder per E-Mail. Hebe die Stornobestätigung auf.
Doch nicht hingefahren – was kostet das?
Ist die kostenlose Stornofrist vorbei, darf das Hotel den Preis grundsätzlich verlangen. Es muss sich aber anrechnen lassen, was es spart (zum Beispiel Verpflegung) und was es durch eine andere Vermietung des Zimmers einnimmt (§ 537 BGB). Frag also nach, ob das Zimmer neu vergeben wurde.
Hotel und Flug zusammen gebucht?
Dann kann es eine Pauschalreise sein – mit deutlich mehr Rechten, zum Beispiel bei Mängeln oder Preiserhöhungen. Mehr dazu: Pauschalreise: deine Rechte.
Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Im Einzelfall gelten die Bedingungen deiner Buchung.
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